BBL – EWE Baskets vs. Ratiopharm Ulm

Jens Jensen live in der Halbspielpause vor 6000 Basketball-Fans!

Nach der überraschenden 2-1-Führung in der Halbfinalserie empfingen die EWE Baskets Oldenburg den besonders motivierten Hauptrunden-Meister aus Ulm, die mit einem 61:74-Erfolg den Heimvorteil zurückholten.

Die Gäste aus Ulm kamen direkt besser in die Partie. Mit der Ankündigung „mit Schaum vor dem Mund“ spielen zu müssen, setzte Thorsten Leibenaths Truppe die Trainervorgaben gut um und erkämpfte sich früh einen 0:10-Vorsprung. Die Süddeutschen präsentierten sich defensiv besser eingestellt und ließen keine offenen Würfe zu. So gelangen den Oldenburgern im Auftaktviertel nur neun Punkte, alle in Brettnähe oder aus Freiwürfen. Für Ulm hingegen war der Dreipunktewurf früh im Spiel ein Schlüsselfaktor, nachdem beide Teams im letzten Spiel rund 22 Prozent von außen geworfen hatten. Auch Taylor Braun erweist sich in dieser Serie als Schlüsselfigur für ratiopharm ulm. Wenn er mit Foulproblemen gekämpft hatte oder beim Distanzwurf schwächelte, verlor Ulm.

Im zweiten Spielabschnitt fanden die Gastgeber besser in das Spiel und konnten nach 13 Spielminuten mit Hilfe von Bankspielern wie Dennis Kramer auf fünf Punkte Rückstand aufschließen. Der deutsche Center deutete mit acht Punkten Mitte des zweiten Viertels bereits eine seiner besten Offensivleistungen an, aber konnte in der zweiten Hälfte nicht daran anknüpfen. Ansonsten schaffte Ulm es mit der körperbetonteren Spielweise die Oldenburger Leistungsträger im Zaum zu halten. Rickey Paulding und Brian Qvale blieben in der ersten Hälfte bei sieben Punkten. Die Folge war eine 31:42-Halbzeitführung für Ulm.

Nach der Halbzeitpause zeigte Oldenburg eine bessere Offensivleistung, aber die Münsterstädter Gäste blieben stets mit über sieben Punkten vorne. Neben Scoring-Garant Raymar Morgan, der 18 Punkte erzielte, leisteten diesmal die Reservisten Casey Prather und Jonas Wolfarth-Bottermann mit jeweils zwölf und sieben Zählern und einigen Hustle-Plays einen wichtigen Beitrag.

Auf Seiten der Oldenburger ist eine gute Punkteverteilung, aber kein einzelner Spieler hervorzuheben. Entsprechend sind die Wurfquoten der Huntestädter als Statistik des Spiels zu nennen: Nur 22 von 59 Feldwürfen fanden ihr Ziel, 37 Prozent. Mit dem 2:2-Ausgleich in der Serie hat Ulm im entscheidenden fünften Spiel am Donnerstag den Heimvorteil auf seiner Seite.

Viel Zeit bleibt den beiden Teams nicht zur Regeneration und Social Media MVP Per Günther nutzte bereits das Interview nach dem Spiel zur Stärkung.

©Text:  www.basketball.de/Author/Eduard Keller | Bilder: Jensen Production